Kunst, Volkskunde und kulturelle Vielfalt prägen das kommende Jahr
Hinter dicken Klostermauern schlägt das Herz der Kultur: Das Museum im Kloster Bersenbrück hat seine Pläne für das Jahr 2026 vorgestellt.
Das Kuratorium des kreiseigenen Hauses verabschiedete ein Programm, das Kunst, Volkskunde und regionale Geschichte in den Mittelpunkt stellt – vielseitig, inspirierend und fest im Osnabrücker Land verwurzelt.
Unter der Leitung von Kreisrat Matthias Selle wurde deutlich: Das Kloster bleibt auch künftig ein Ort, an dem sich Vergangenheit und Gegenwart begegnen – und an dem Kultur gelebt wird, nicht nur gezeigt.
Inhaltsverzeichnis
1. Ein Museum mit Geschichte und Zukunft
Das Museum im Kloster Bersenbrück zählt zu den wichtigsten Kultureinrichtungen im nördlichen Landkreis Osnabrück.
Seit 1953 bewahrt das ehemalige Benediktinerinnenkloster Geschichte und macht sie erlebbar – in Ausstellungen zu Kunst, Volkskunde und Alltagskultur.
Die alten Gemäuer erzählen selbst Geschichte: Zwischen Kreuzgang, Refektorium und Museumsscheune begegnen Besucherinnen und Besucher einer faszinierenden Mischung aus sakraler Architektur und moderner Ausstellungsgestaltung.
Träger ist der Landkreis Osnabrück, unterstützt vom Kreisheimatbund Bersenbrück e.V. – eine Partnerschaft, die Kulturarbeit dauerhaft sichert.
2. Rückblick: Ein starkes Jahr 2025
2025 war für das Museum ein erfolgreiches Jahr. Mehr als 2 000 Gäste nutzten die Gelegenheit, Kunst, Geschichte und Familienangebote im Kloster zu erleben.
Museumsleiterin Katharina Pfaff und das Team des Kulturbüros präsentierten Ausstellungen, die Vielfalt und Kreativität sichtbar machten.
Zu den Highlights gehörten:
- 🎨 „Jamaican Art“ – eine Kooperation mit dem Reggae Jam Festival, die internationale Kunst nach Bersenbrück brachte.
- 🤝 „Freundschaft / Amitié“ – eine Ausstellung zum Jubiläum der Städtepartnerschaft Bersenbrück–Tinténiac.
- 🧸 „Phantasievolle Welten in unseren Kinderzimmern“ – eine Familienausstellung rund um Playmobil-Figuren, die alle Generationen begeisterte.
„Das Museum beweist, dass Kulturarbeit auf dem Land spannend, zugänglich und lebendig sein kann“, sagte Kreisrat Selle.
Noch bis 29. März 2026 ist außerdem „Gerhard Sperling – Zwischen Hase und Horizont“ zu sehen, eine Kooperation mit der Universität Osnabrück.

In der Sonderausstellung „Freundschaft/Amitié“, verschafft sich das Kuratorium einen Überblick und präsentiert im Ausblick auf die kommende Ausstellung ein Werk des Künstlers
Foto: Landkreis Osnabrück / Hermann Pentermann
3. Das Programm 2026 im Überblick
Das neue Ausstellungsjahr steht unter dem Motto Vielfalt erleben – Kultur gemeinsam gestalten.
Das Kuratorium beschloss drei zentrale Ausstellungen:
| Zeitraum | Ausstellungstitel | Thema | Partner |
|---|---|---|---|
| April – August 2026 | „Zeitgenössische Positionen – BBK Osnabrück“ | Aktuelle Werke regionaler Künstlerinnen und Künstler | Bund Bildender Künstler Osnabrück |
| Sommer 2026 | „Phantasievolle Welten II“ | Fortsetzung der erfolgreichen Playmobil-Ausstellung | Kreisheimatbund & private Sammler |
| Herbst 2026 | „Volkskundliche Sonderausstellung“ | Alltagskultur und Bräuche im Osnabrücker Land | Kreisheimatbund Bersenbrück e.V. |
So entsteht ein Programm, das Kunst, Familie und Geschichte gleichermaßen anspricht – nahbar, lokal und generationsübergreifend.
Die besten Museen im Artland und Umgebung – Eine Reise durch die Geschichte und Kultur der Region
4. Kunst trifft Volkskunde – zwei Welten, ein Ziel
Kunst als Spiegel der Gegenwart
Die BBK-Schau widmet sich Fragen, die heute viele bewegen:
Wie reagiert Kunst auf Klimawandel, Gesellschaft und Technik? Welche neuen Formen entstehen in der Region?
Gemälde, Installationen und Mixed-Media-Arbeiten regionaler Kunstschaffender bieten Antworten – oft überraschend, immer inspiriert.
Volkskunde als lebendiges Gedächtnis
Die Herbst-Ausstellung führt mitten hinein in das Alltagsleben vergangener Generationen:
Von Handwerkskunst über Feste bis hin zu regionalen Trachten – die Präsentation macht sichtbar, wie Geschichte unsere Gegenwart prägt.
Diese Kombination aus Tradition und Moderne ist Markenzeichen des Museums:
Hier entsteht ein Dialog zwischen Alt und Neu, der zeigt, wie vielfältig Identität sein kann.
5. Kooperationen, die Kultur verbinden
2026 setzt das Museum auf Zusammenarbeit – über Grenzen von Gemeinde, Generation und Genre hinweg.
- Kooperation mit der Universität Osnabrück, Fachbereich Kunst, bei Workshops und Bildungsformaten.
- Begleitende Ausstellung zum Reggae Jam Festival 2026, die Musik und Bildende Kunst verknüpft.
- Neue Projekte mit Schulen und Kindergärten zur kulturellen Bildung.
- Enge Zusammenarbeit mit dem Kreisheimatbund Bersenbrück e.V. und dem Museumsförderverein.
„Kultur entsteht im Austausch. Wir wollen zeigen, dass Kreativität überall Raum findet – auch zwischen Klostermauern“,
sagt Museumsleiterin Katharina Pfaff.
6. Abschied und Neubeginn im Kulturbüro
Das Jahr 2026 bringt auch personelle Veränderungen:
Burkhard Fromme, langjähriger Leiter des Kulturbüros des Landkreises Osnabrück, wurde verabschiedet.
Michael Wernke, Bürgermeister der Samtgemeinde Bersenbrück, würdigte seine Arbeit:
„Burkhard Fromme hat das kulturelle Profil des Landkreises geprägt. Sein Engagement bleibt sichtbar.“
Seine Nachfolge übernimmt Katharina Pfaff, die bereits das Museum leitet.
Damit rücken Museum und Kulturbüro enger zusammen – ein Gewinn für die gesamte Region.
7. Das Kuratorium als kulturelles Netzwerk
Das Kuratorium des Museums im Kloster Bersenbrück ist Schaltzentrale und Ideenwerkstatt zugleich.
Hier treffen sich Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Heimatpflege und Kultur, um das Profil des Museums weiterzuentwickeln.
Dem Gremium gehören an:
- die vier Samtgemeinden des nördlichen Landkreises,
- die Städte Bersenbrück und Bramsche,
- der Kreisheimatbund Bersenbrück e.V.,
- der Museumsförderverein,
- der Heimatkreis Greifenhagen und
- der Landkreis Osnabrück als Träger.
Diese Struktur sorgt für Beteiligung, Transparenz und eine Kulturarbeit, die aus der Region für die Region entsteht.
8. Fazit: Zwischen Klostermauern und Kreativität
Das Museum im Kloster Bersenbrück zeigt, wie lebendig Kultur im ländlichen Raum sein kann.
Hier treffen Tradition und Moderne, Region und Welt, Vergangenheit und Zukunft aufeinander.
„Das Museum ist nicht nur ein Ort der Erinnerung, sondern ein Ort der Begegnung“,
betonte Kreisrat Matthias Selle.
Mit seinem Programm 2026 lädt das Kloster erneut zum Mitdenken, Mitmachen und Staunen ein.
Kultur bleibt hier kein Privileg – sie ist gelebter Alltag.
9. FAQ: Häufige Fragen zum Museum im Kloster Bersenbrück
Wo befindet sich das Museum?
📍 An der Bleiche 3, 49593 Bersenbrück – im ehemaligen Benediktinerinnenkloster.
Wer betreibt das Museum?
Der Landkreis Osnabrück in Kooperation mit dem Kreisheimatbund Bersenbrück e.V.
Wann ist geöffnet?
Dienstag bis Sonntag, 14:00 – 18:00 Uhr (Stand November 2025).
Welche Themen erwarten Besucher?
Kunst, Volkskunde, Regionalgeschichte und wechselnde Sonderausstellungen.
Ist das Museum barrierefrei?
Ja, große Teile sind barrierefrei zugänglich.
Wie bleibe ich informiert?
Über www.lkos.de oder die Kanäle von Artland-Regional.